1972 entstand in der Stadt Leer/Ostfriesland aus der laufenden Arbeit einer Bürgerinitiative das Umweltarchiv. Wir werteten Fachzeitschriften und die internationale Berichterstattung, z.B. die Neue Zürcher Zeitung, aus. Die Vereinten Nationen und andere Organisationen versorgte uns laufend mit Sitzungsprotokollen. Eindrucksvoll in Erinnerung ist uns noch der Bericht des Forschers Thor Heyerdahl über die Verschmutzung des Atlantik. Dieser Bericht wurde im Rahmen der Konferenz zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm weltweit über die Presse verbreitet.
Einer unserer ersten Rechtsberater:
Dietrich Schmiedel, Mitunterzeichner eines Aufrufs gegen die IG Farben

Sitz des Umweltarchivs:
Faldernstr. 2 in Leer/Ostfriesland
Wir waren auf der Suche nach Alternativen zu der staatlich geförderten Erzeugung elektrischen Stroms aus Kernkraftwerken, beschäftigten uns mit naturgemäßem Land- und Gartenbau, Ernährungs- und Gesundheitsfragen.

Durch die Bürgerinitiative entstanden zahlreiche Verbindungen zu ähnlichen Organisationen in anderen Städte wie Emden, Oldenburg, Osnabrück, Bremen, Hannover, Köln, München, Stuttgart, Berlin und Salzburg.

Durch die Nachlassverwalter der 1971 in Österreich verstorbenen Naturforscherin Annie Francé-Harrar erhielten wir Zugang zu bisher wenig genutzten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Unserer Umweltarchiv befand sich in einem Haus am Hafen in Leer/Ostfriesland. Dort erlebten wir aufgrund einer Sägemühle, die sich auf der anderen Wasserseite befand, schon damals die Probleme des Immissionsschutzes. Die Fabrik, die inzwischen zugunsten von Wohnbebauung umgesiedelt wurde, war häufig Quelle von Staubniederschlägen in der Nachbarschaft gewesen.

Mit der Eröffnung eines weiteren Büros in Bremen erweiterten wir unsere Möglichkeiten.
Erstellt am 19.06.2007, geändert am 05.10.2015